LEIDER SENDESCHLUSS!

Die großen Shows der 80er

Erinnern Sie sich an eine Zeit, in der Fernsehen noch ein Ereignis war?
An Samstagabende, die länger dauerten als geplant, an Prominente, die schwitzten, und an Wetten, bei denen ganz Deutschland den Atem anhielt?


„Leider Sendeschluss! – Die legendären (Samstagabend-) Shows der 80er“
 ist eine liebevoll-humorvolle Hommage an die goldene Ära des deutschsprachigen Fernsehens. Dieses Buch erzählt von den Shows, die Millionen Menschen gleichzeitig vor den Bildschirm lockten – ganz ohne Streaming, Mediathek oder Pause-Taste.

Von 
„Wetten, dass..?“„Dalli Dalli“„Verstehen Sie Spaß?“„Na sowas!“„Einer wird gewinnen“ bis hin zu „Aktenzeichen XY… ungelöst“ und vielen weiteren Unterhaltumgssendungen der 80er:
Dieses Buch sammelt Anekdoten, Kuriositäten, legendäre Momente, Skandale, Quotenrekorde und Geschichten hinter den Kulissen.

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Besonderes Plus:
Autor 
Tobi Prohl war nicht nur begeisterter Zuschauer der 80er, sondern arbeitete später selbst als Kameramann bei TV-Produktionen. Er kennt die Shows sowohl aus dem Wohnzimmer als auch aus dem Studio – und genau diese Mischung aus Nostalgie und Insiderwissen macht das Buch so authentisch.
Statt trockener Fakten erwartet Sie eine 
unterhaltsame Fernseherinnerung mit Augenzwinkern, ideal zum Schmökern, Wiederentdecken und Schmunzeln.

Ein Muss für alle Fans klassischer Samstagabendshows – und für jeden, der wissen will, warum früher selbst eine Wärmflasche Fernsehgeschichte schrieb. Mit vielen Film-Links zu den beliebtesten Retro-Momenten der Fernsehgeschichte.

LESPROBE

Die großen Shows der 80er


Wetten dass..?

Verstehen sie Spass?

Dalli Dalli

Die Pyramide

Einer wird gewinnen

Flitterabend

Geld oder Liebe

Na Sowas!

Die Peter Alexander Show

Die verfixte 7

Vier gegen Willi

Was bin ich

Zum blauen Bock

Aktenzeichen XY ungelöst

Vorwort

 

Dieses Buch erhebt wirklich keinen Anspruch auf wissenschaftliche Nüchternheit – höchstens auf einen Knabbermix und ein Getränk nach Wahl. Dafür aber auf liebevolle Erinnerung, augenzwinkernde Rückblicke und das leise Gefühl, dass früher vielleicht nicht alles besser war – aber garantiert länger gedauert hat. 

 

Und Hand aufs Herz: Sicherlich werden Sie beim Durchblättern auch Dinge entdecken, von denen Sie bisher nicht einmal geahnt haben, dass sie existieren – Überraschungen sind quasi inklusive!

 

Diese amüsante Handenzyklopädie kann als eine Zeitmaschine betrachtet werden. Kein Netz, kein WLAN, kein Abo – nur pure Nostalgie. Willkommen zurück in einer Ära, als Samstagabende noch heilig waren, Telefonkabel als Stolperfallen dienten und man wusste: Wenn Gottschalk überzieht, gibt’s kein frühes Zubettgehen und das Sandmännchen kann einpacken.

 

Die 80er Jahre: Das goldene Zeitalter der großen Shows. Damals reichte ein Bagger, eine Wärmflasche oder ein Mann mit verbundenen Augen und feiner Spürnase, um Millionen Menschen gleichzeitig zum Staunen – oder zum Kopfschütteln – zu bringen. Prominente schwitzten bei „Wetten dass..?“ auf dem Gestühl und hofften, dass Karl-Heinz aus Buxtehude seine Wette nicht vermasselt – denn sonst war öffentliches Singen, Tanzen oder noch Schlimmeres angesagt. Viel Schlimmeres. Wirklich. Wer erinnert sich nicht an diese Momente?

 

Dieses Nostalgie-Lexikon der 80er erzählt auch von diesen Augenblicken: von legendären Wetten, Sendungen mit Überlänge, peinlichen Einsätzen, riesigen Stars, noch riesigeren Frisuren und dem festen Glauben, dass Unterhaltung ruhig auch mal bis nach Mitternacht gehen sollte. 

 

Nicht zu vergessen: „Aktenzeichen XY... ungelöst“ – streng genommen keine klassische Show, sondern eher das Fernsehäquivalent zum kollektiven Nervenkitzel. Wer damals einschaltete, saß spätestens nach dem ersten Film und dritten Phantombild wie festbetoniert auf der Couch. Die Sendung war so spannend und gesellschaftlich relevant, dass selbst der Familienhund plötzlich auffällig auf Hinweise achtete. Aktenzeichen XY prägte die 80er und hinterließ einen bleibenden Eindruck – von dem sich manche bis heute nicht ganz erholt haben!

 

Und mittendrin natürlich die unvergesslichen Show-Klassiker wie „Dalli Dalli“, bei denen Hans Rosenthal mit seinem legendären „Das war Spitze!“ das Publikum von den Sitzen riss, „Verstehen Sie Spaß?“, wo versteckte Kameras für Tränen und Lachanfälle gleichermaßen sorgten,


 

 

„Auf Los geht’s los“, wo Joachim Fuchsberger charmant durch das Spiel führte und für Nervenkitzel im Wohnzimmer verantwortlich war, „Einer wird gewinnen“, das Hans-Joachim Kulenkampff (Kuli) mit Schwung durch die Kandidaten-Duelle lotste, sowie Rudi Carrell in der „Verflixten 7“, der mit seinem berühmten Spruch „Das wäre Ihr Preis gewesen!“ Generationen von Zuschauern zum Mitfiebern und manchmal auch zum Verzweifeln brachte. Vielleicht aber auch: “Oh schreck, der Heck!“ Sie alle waren echt. Und deshalb einfach unvergesslich.

 

Ein kleiner Einschub in eigener Sache: Die Samstag Abende der 80er Jahre habe ich oft fasziniert im Schlafanzug, mit Gummibärchen in der Hand, vor dem Fernseher verbracht. Spürte die Lagerfeuerromantik von „Wetten, dass..?“, als der LKW auf Biergläser gestellt wurde, und den anderen großen Shows die uns prägten. Das Glück der Geschichte wollte es, dass ich später als Kameramann tatsächlich bei einigen dieser legendären Sendungen selbst mitwirken durfte. Dabei habe ich nicht nur hin und wieder das Kabelgewirr entwirrt, sondern konnte auch einen ganz besonderen Blick hinter die Kulissen werfen. Fortuna sei Dank, wurde ich von niemand Geringerem als „Günni“, dem Kameramann von Jürgen von der Lippe am Schwenkapperat ausgebildet. Während dieser Zeit hatte ich die Gelegenheit, viele der alten Stars und Weggefährten kennenzulernen und hier und da auch selbst mitzuwirken, auch wenn einige von Ihnen etwas hohl erschienen – dann waren es Kapitän Blaubär und Hein Blöd. Diese Erlebnisse haben meinen Blick auf das Fernsehen der damaligen Zeit geprägt und mir unvergessliche Erinnerungen beschert. Fantastisch!

 

Im Buch finden Sie auch Links zu ausgewählten Filmausschnitten und Momenten. Leider gilt das wie bei TV-Preisen: Manche Links können im Laufe der Zeit verschwinden oder ins Leere führen – das ist eben der wilde Westen des Internets. Sehen Sie’s mir nach, falls Sie auf eine Sackgasse stoßen. Und bevor Sie jetzt wild nach Fotos suchen: Fehlanzeige! Die alten Fotorechte sind mittlerweile so teuer, da könnte man glatt eine Runde bei „Wetten, dass..?“ daraus machen: „Ich wette, dass ich mir mit dem Preis für ein einziges Bild drei Wochen Urlaub auf den Malediven leisten kann.“ Also: Statt Pixeln gibt’s hier Kopfkino – und Videolinks zum Scannen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, denn Nostalgie funktioniert am besten im Großformat zwischen den eigenen Ohren!

 

Viel Vergnügen beim Schwelgen in alten Erinnerungen und lassen sie sich erquicken. 


Herzlichst Ihr

Tobi Prohl

 


Wetten, dass..?    

 


Wetten, dass..? – das ist die deutschsprachige Fernsehshow, bei der selbst eingefleischte Couchpotatoes plötzlich sportliche Höchstleistungen vollbringen und Promis in Panik geraten, weil sie wetten müssen, ob Karl-Heinz aus Buxtehude mit verbundenen Augen 100 Käsesorten am Duft erkennt. Der kreative Kopf dahinter: Showlegende Frank Elstner, der sein Baby später an Thomas Gottschalk weiterreichte. Unter dessen blonder Matte wurde die Show zum Aushängeschild schlechthin. Nicht umsonst gilt sie als „größte Fernsehshow Europas“ – schließlich war es fast ein Ding der Unmöglichkeit, beim ZDF den Sendeplatz zu bekommen, wenn Gottschalk gerade wieder überzog.Wetten, dass..? flimmerte ab 1981 stolze 34 Jahre über die Mattscheiben – und verabschiedete sich 2014, um dann 2021 mit Thomas Gottschalk im Jahresrhythmus für ein Revival zurückzukehren. Doch 2023 hieß es erneut: „Top, die Wette gilt nicht mehr!“ Gottschalk zog sich zurück, und das ZDF ließ offen, ob es je wieder ein Sofa voller internationaler Stars und mutiger Wettkandidaten geben wird.




 


Konzept

Das Konzept? Prominente Gäste, Kandidaten mit erstaunlichen oder abgedrehten Fähigkeiten – und ein Wettpate, der wild ins Blaue rät, was passieren wird. Der Kandidat behauptet, er könne beispielsweise rückwärts das Telefonbuch aufsagen oder im Handstand Klavier spielen, und der Promi tippt: „Klar, der schafft das!“ Oder auch nicht. Liegt der Wettpate daneben, muss er sich einen Einsatz ausdenken – vom öffentlichen Spaghetti-Essen bis zur spontanen Polonaise durch die Halle. Oder der Moderator erteilt eine kreative Strafaufgabe. Legendär: Der Ausruf „Top, die Wette gilt!“ – das Signal, dass es jetzt ernst wird.


Anfangs durfte jeder Gast zu jeder Wette seinen Senf dazugeben und 

Punkte sammeln – ein Gesellschaftsspiel live im ZDF. Zum 

Schluss wurde der „Wettkönig“ gekrönt, nämlich der Kandidat, dessen Pate am häufigsten goldrichtig lag. Seit 1987 aber bestimmten die Zuschauer am Telefon, welche Wette ihnen am meisten imponiert hat – der „Tele-Dialog“ machte das Publikum zum Wett-Richter und rückte die spektakulärsten Wetten ins Rampenlicht. Die Gäste konzentrierten sich fortan auf die eine Wette, für die sie Pate standen.

Was die Einsätze angeht: Mal mussten die Promis peinliche Aufgaben erfüllen, mal war soziales Engagement gefragt – stundenlanges Spendensammeln auf dem Marktplatz oder ein kurzes Tänzchen im Studio. Bei internationalen Gästen wurde manchmal auch einfach der Einsatz weggelassen – man wollte schließlich niemanden vergraulen. Kuriositäten gehörten aber stets dazu!

Erfinder Frank Elstner selbst behauptet, er habe das Konzept in einer einzigen schlaflosen Nacht in nur zwei Stunden entwickelt – inklusive Wetten, Musikpausen und lockeren Plaudereien mit den Stars. Da sagt noch mal einer, Fernsehen sei harte Arbeit…



1981–1987: Frank Elstner

In den ersten Sendungen durften sogar 1000 handverlesene Zuschauer telefonisch auf den Ausgang der Wetten tippen – das war der legendäre „TED“: Der Tele-Dialog präsentierte in Rekordzeit das Ergebnis. Schon am 14. Februar 1981 feierte das ZDF die Premiere dieses europäischen Fernsehgroßereignisses, natürlich in Kooperation mit ORF 


Letzte Sendung Frank Elstner

und SF, damit auch die Nachbarn was zu lachen hatten. Der erste Show-Höhepunkt? Hans Oßner, der eine Wärmflasche aufblies, bis sie platzte – der Stoff, aus dem Fernsehlegenden gemacht sind.


Schon die erste Sendung war zu lang – Elstner überzog gleich um 43 Minuten und machte daraus ein Markenzeichen. Nur einmal, am 18. Februar 1984, schaffte er es, zwölf Minuten vor der Zeit Schluss zu machen – vermutlich, weil der Wettpate den Einsatz nicht erfüllen wollte. In Elstners Ära, noch ohne Konkurrenz durch Privatfernsehen, wurden die höchsten Quoten gefeiert. Sechs Jahre und 39 Folgen lang führte er durch die Show, bis Thomas Gottschalk am 4. April 1987 das Zepter – pardon, das Mikrofon – übernahm.

 


1987–1992: Thomas Gottschalk

 

Im März 2001 wurde das 20-jährige Wetten, dass..?-Jubiläum mit einer beinahe fünfstündigen Mega-Show aus Dornbirn gefeiert – Gottschalk, Elstner als Co-Moderator und Lippert als Außenwett-Experte lieferten Fernsehgeschichte am Fließband. Zwei Jahre lang präsentierte Anastasia Zampounidis die Außenwetten, bevor die Kandidaten ab 2003 einfach selbst ranmussten. Am 27. März 2004 stand Gottschalk zum hundertsten Mal auf der Bühne – der Mann hat mehr Shows moderiert als es Butterbrote gibt!



.. und weiter geht es mit vielen weiteren Sendungen im Buch ...